Masslos überschätztNachdem ich nun als langjähriger ´Star Wars´ – Anhänger und kompletter Douglas Adams Neuling den Film ´The Hitchhiker´s Guide to the Galaxy´ gesehen habe, stelle ich mir lebhaft vor, wie dieser Tage diese zwei Fraktionen einander so richtig genüsslich die Fresse einhauen würden, wenn man es nur darauf anlegen würde. Beatles – Rolling Stones, Mörgeli – Schmid, Arafat – Kishon, Adams – Lucas: Es gibt Dinge, die sind einfach nicht miteinander vereinbar.
Warum ich die Kritik zu einer Kömödie so ernsthaft und feindselig beginne, fragt Ihr euch? Nun, aus dem einen Grund, warum überhaupt je jemand ernsthaft und feindselig wird: Mein Stolz wurde verletzt: Nach ´The Hitchhiker´s Guide to the Galaxy´ weiss ich endlich, wie es sich anfühlt, wenn man als uneingeweihter Trottel in eine eigentlich geschlossene Vorstellung eines gefälligst zu respektierenden Films hineintrampelt, ohne es zu wissen. Zwar hatte ich vom Kult um Douglas Adams´ Erfolgsromane gehört, hätte aber nicht gedacht, dass diese Fangemeinde in meiner näheren Umgebung tatsächlich noch aktiv ist. Die umgehängten Handtücher einiger Kinobesucher belehrten mich jedoch eines Besseren. Inmitten dieser Fans kam ich mir doch etwas unwillkommen vor. Besonders weil ich während des Films immer wieder erstaunt ein Gelächter um mich herum wahrnehmen musste, das mir nur allzu gut bekannt war: Das laute, selbstgefällige ´Hört-mich-lachen-ich-bin-ein-Insider-und-hab-den-Witz-verstanden-Lachen´. Verdammt, als elitärer Kinofreak und selbsternannter Kenner des Mainstream-Kinos habe ich dieses süffisante, Ignoranz-verachtende Lachen praktisch erfunden. Und plötzlich finde ich mich nun in der Rolle des Unwissenden wieder. Für einen Host, der schon die Augen verdreht, wenn jemand die korrekte chronologische Abfolge der ´Star Wars´ Filme nicht auf Anhieb versteht, ist das schon etwas ungewohnt und kränkend.
Somit konnte ich die allgemeine Hitchhiker-Euphorie nicht ganz nachvollziehen. Dieser ach so spezielle Humor und die zugegebenermassen sehr interessante Erzählweise kam mir etwas zu willkürlich daher. Zumindest in der Verfilmung. Ich bin fast überzeugt, dass es sich bei der Buchvorlage um ein tolles, unglaublich phantasievolles Werk handelt, doch irgendwie funktionierte das für mich im Film nicht allzu toll. Vor lauter abstrusen Einfällen und Theorien vermisste ich etwas das Feingefühl für Dramaturgie und Spannung.
Die Gründe, warum ich ´The Hitchhiker´s Guide to the Galaxy´ nicht wirklich mochte, sind eigentlich dieselben, für die ich ´Revenge of the Sith´ liebte (irgendwie). Beides sind bestenfalls durchschnittliche Filme, bei denen man das Umfeld und Entstehung drumherum kennen muss, um die Geschichten geniessen zu können.
Am besten gefiel mir der Streifen dort, wo er ein eigenständiger Film ist und nicht auf seinen Ruf als Kultbuchverfilmung Rücksicht nimmt. Dies sind meist die Momente, in denen die Schauspieler (allen voran wieder einmal der herrliche Sam Rockwell) oder die Puppen (darf man die so nennen?) aus Jim Henson´s Creature Shop federführend sind. Mit Abstand am besten gefielen mir jedoch die stöhnenden Türen. Dieser Witz reizte sogar meine unwürdigen Lachmuskeln. Ganz im Gegensatz zu der Sache mit dem Handtuch. So was Doofes! Das kann ich nun wirklich nicht verstehen. So, und nun geh ich ein wenig mein Laserschwert streicheln.

I have a good feeling about this
Und wieder eine selten-billige Kritik zu einem eigentlich nicht schlechten Streifen: Kung Fu Hustle.
Auch ein wunderlicher Titel kann einen tollen Film nicht verderben.
Darf´s ein bisschen mehr sein?
Auf diesen Film habe ich gewartet: Endlich ein wirklich guter Grund, wieder einmal eine neue Kritik zu verfassen.
Es wird wieder kälter in unseren Breiten. Die Blätter fallen von den Bäumen, der Nebel setzt sich in den Tälern und die bedrückte Stimmung in den Herzen der Fussgänger fest. Der Herbst ist da. Doch während der eben noch so farbenfrohe Wald immer karger und das Wetter immer grauer wird, spielbergelt es auch wieder in den Kinosälen. Der verträumte Meisterregisseur bringt uns in dieser kalten Zeit etwas fürs Gemüt: ‚The Terminal’.
Ich hätte einige Gründe, bei dieser Kritik mal wieder so richtig dreinzufahren: Warum etwa sollte man sich einen Film anschauen, der stellenweise daherkommt wie ein Telekolleg für suizidär veranlagte Menschen?
´Snowball in Hell´ – Für diesen Streifen bekam Steven Seagal im Film ´In & Out´ einen Oskar als bester Schauspieler. Wer Steven Seagal kennt und ´In & Out´ gesehen hat oder zumindest der englischen Sprache mächtig ist, wird nun hoffentlich schmunzeln, denn ´Snowball in Hell´ war wohl der beste Gag in Frank Oz´ Komödie von 1997.