Es geschehen noch Zeichen und Wunder! Tatsächlich schaffte es dieser kompromisslose Splatterfilm in die Schweizer Kinos. Das hätte ich nun wirklich nicht für möglich gehalten. Darum war ich angenehm überrascht, als ich (spätestens nach dem Vorspann) begriff, dass dies nicht ein weiterer weichgespühlter Teenie-Horrorfilm war, sondern knallharte Splatter-Action der traditionellen Art. Die unvergleichliche, ausserordentlich gelungenen Mischung aus Metzgete und Humor überzeugt auf der ganzen Linie (wenn´s einem denn gefällt). Zwar besteht der Film praktisch nur aus aneinandergereihten Ekelszenen, verdichtet durch Spannungselemente und aufgelockert durch Humor und Fahrstuhlmusik, dies ist aber so konsequent und kompromisslos umgesetzt, dass es tatsächlich funktioniert und man zwar angewiedert, aber mit einem bitteren Grinsen und vor allem prächtig unterhalten, den Kinosaal verlässt.
´Dawn of the Dead´ ist sicher Geschmackssache, wenn man in diesem Fall von Geschmack reden will, wer sich aber in von solchen Filmen nicht allzu sehr abgestossen fühlt, sollte den Film nicht verpassen.
Harry Potter and the Prisoner of Askaban
Und so begab es sich, dass sich der Herrscher von nidwirkli.ch erneut zum Kinematographen aufmachte, um sein undankbares Dasein als Webhost ein weiteres Mal gegen ein paar Stunden Heiterkeit einzutauschen. Weder der strömende Regen noch die Schmach, noch nie ein Buch von J.K. Rowling in den Händen gehalten zu haben, konnten ihn davon abhalten, es sich im Kinosessel bequem zu machen und auf das Beste zu hoffen. Und wahrlich,… er sollte nicht enttäuscht werden.
Bereits zum dritten Mal ward unser Held schon bald verzaubert von den fantastischen Welten, die sich vor seinen Augen auftaten. Die Leinwand triefte buchstäblich vor originellen Ideen, die dem Host das Auge nicht zur Ruhe kommen liessen. Sicher, er war sich einiges (gutes, aber auch viel schlechtes) gewohnt von den Zauberern bei ILM, doch was sich da dem Beobachter bot, konnte zusammen mit der routinierten Akkustik von John Williams, den begabten Protagonisten und einer originellen Geschichte auf ganzer Linie überzeugen.
Schon bald war vergessen, das dies wohl eher ein Film für die Jüngeren sei, und der Host liess sich immer tiefer in die geheimnissvolle Welt hinter der weissen Leinwand entführen.
Bei seiner Reise bemerkte der Host immer wieder alte Bekannte und nicht ganz frische Details: Kristallkugeln, Werwölfe, Zeitreisen,… das hatte er doch schon so oft gesehen, noch nicht allzu lange her, und er wusste, da hatte jemand aber gehörig bei anderen geklaut. Dies tat jedoch seiner Erquickung keinen Abbruch. Nein, dieses Sammelsurium funktionierte: Nichts neues zwar, aber solide und spannende Unterhaltung.
Als sich der Host nach diesem Abenteuer aus dem Kinosessel schälte, hingen seine Gedanken noch einige Zeit der Vorstellung nach, wie es wohl wäre, wenn die Star Wars Prequels die Qualität einer Harry Potter Verfilmung erreichen würden. Aber dies bleibt wohl eine Wunschvorstellung. Die schon zu graue Eminenz im Hintergrund von Star Wars, du weisst schon wer, ist wohl zu sehr dem eigenen Ego verfallen.
